Die Geschichte

„Es hat begonnen“, schrieb Michael Müller aus Ratingen in den Abendstunden des 23. Februar 2011 geheimnisvoll bei Twitter. Was war passiert? Vor seiner Wohnungstür hatte er etwas entdeckt, das dort offensichtlich nicht hingehörte: einen braunen, stark verschmutzen Wildlederbeutel. Inhalt: der in Zeitungspapier eingeschlagene Kieferknochen eines unbekannten Tieres. Wie sich schnell herausstellte, war Michael nicht allein. Mindestens 18 weitere Leute in ganz Deutschland sollten den mysteriösen Lederbeutel in den nächsten Tagen ebenso erhalten. Wer steckte hinter dieser konzertierten Aktion?

Kurze Zeit später griffen die rätselhaften Ereignisse auch auf Briefkästen über. Wie Nina von Libromanie erhielten zahlreiche Menschen eine Postkarte aus Spanien. Das Motiv: das kleine Dorf Etxalar. Absenderin: „Bea“. An den Karten fielen sofort einige Besonderheiten auf. Da waren zum Beispiel die seltsamen Rechtschreibfehler. Nur Flüchtigkeit? Oder eine versteckte Botschaft? Aber auch der Inhalt gab Anlass zu Spekulationen. „Viele Grüße an von Balthasar. Habe ihm schon seine geliebten Angulas besorgt“. Dass es sich bei „Angulas“ um Glasaale handelt, eine im Baskenland teure Delikatesse, konnten die Postkartenempfänger schnell aufklären. Wer aber war die Absenderin Bea? Und wer der ominöse „von Balthasar“, den sie grüßen ließ?

Bedrohliche Schädelknochen, versteckte SOS-Botschaften per Postkarte, eine spurlos verschwundene Studentin, ein gewaltbereiter Antiquar, der auch vor Mord nicht zurückschreckt. Was sich anhört, wie ein Thriller, ist in Wahrheit ein Alternate Reality Game, kurz ARG. Inszeniert wird der Prolog zu „Cagot“, dem zweiten Roman von Tom Knox, der am 28. März in Deutschland erscheint und dessen Handlung unter anderem im Baskenland angesiedelt ist. In einem ARG haben die Teilnehmer die Möglichkeit, mit Haut und Haaren in die Geschichte einzutauchen und Charaktere aus dem Buch live zu erleben. Gleich zum Auftakt hatten die Mitspieler die Möglichkeit, Hermann von Balthasar kennenzulernen, der am 10. März zur Vorpremiere seines Sachbuchs „Hexen – Wahn und Wahrheit“ im Museum für Völkerkunde einlud. Von da an entfaltete sich die Geschichte um das rätsel- und schicksalshafte Volk der Cagot jeden Tag ein Stück mehr. Erzählt wird sie mittels Websites, Videos, Real Life Events und Interaktionen mit Charakteren per Mail oder Chat.


Links zu "Unberührbar":

Die Website zu „Cagot“ mit allen Infos zum Enhhanced E-Book und Alternate Reality Game „Unberührbar“
Der Blog von Bea Sarstedt, der Hauptfigur des Alternate Reality Games
Die Website von Professor von Balthasar, einer weiteren Hauptfigur des Alternate Reality Games
„Cagot“ als iPhone- oder iPad-Version im App Store

"Unberührbar" in den Medien:

Artikel „Zorbachs Spiel” in der Süddeutschen Zeitung
Artikel „Verlag wirbt mit Rollenspielen“ in der Rheinischen Post